Filmen lernen: In 8 Schritten eigene Videos drehen & schneiden
Filme selbst planen, drehen, schneiden und veröffentlichen; dank moderner Technik brauchst du dafür weder ein Filmstudium noch teure Ausrüstung. 103 Minuten Online-Video konsumieren Menschen in Deutschland täglich und Tendenz steigt (VAUNET-Mediennutzungsanalyse 2025). Das Publikum ist also da. Was oft fehlt, ist jemand, der filmen lernen will und den ersten Schritt wagt.
Genau dabei hilft dir dieser Guide. Die Tipps hier haben wir aus echten Produktionsprojekten zusammengetragen. Bei Hill Productions drehen mein und ich bereits seit 2015 Videos fürs Smartphone und die große Bühne. Ich kenne also die richtigen Tricks, um deine Ideen erfolgreich umzusetzen, inklusive der Fehler, die jede*r angehende Videograf*in macht. In acht Schritten führe ich dich durch alle Schritte der Filmproduktion, vom Konzept zum fertigen Video. Dafür brauchst du nicht mehr als eine Kamera (du kannst auch die deines Smartphones nutzen) und Lust zum Ausprobieren. Legen wir los!
Wer direkt von null auf hundert starten will, findet in meinem Smartphone-Videokurs mit ca. 50 Video-Tutorials alle Informationen von Konzeption, Bildgestaltung, über Drehvorgang, bis Schnitt und technische Anforderungen.
Das Wichtigste im Überblick
Bevor du in die Details einsteigst, sind hier die fünf wichtigsten Erkenntnisse aus diesem Artikel:
- Einstieg mit Smartphone – Für YouTube, Social Media und interne Kommunikation reicht ein modernes Smartphone mit guter Kamera völlig aus.
- Automatik ist OK – Der Automatik-Modus deiner Kamera ist kein Anfänger*innen-Fehler, sondern ein sinnvoller Startpunkt.
- Manuell kommt mit Übung – Blende, ISO und Verschlusszeit lernst du Schritt für Schritt. Setze dich damit nicht unter Druck.
- Schnitt ist das eigentliche Handwerk – Die meiste Arbeit passiert nach dem Dreh, und kostenlose Tools wie DaVinci Resolve machen den Einstieg leicht.
- Licht und Ton schlagen teure Kameras – Guter Ton und natürliches Licht machen mehr Unterschied als jedes Kamera-Upgrade.
Schau dir besonders Schritt 3 an, bevor du das erste Mal auf Aufnahme drückst.

Schritt 1 – Vor dem Filmen lernen und Schneiden: Die Konzeption
Möchtest du einen Film produzieren, fängt die eigentliche Arbeit lange vor dem ersten Dreh an. Was willst du im Video erzählen? Welche Informationen sollen deine Zuschauer*innen mitnehmen? Und wie hältst du den Film so spannend, dass niemand nach zehn Sekunden wegklickt?
Einem Dreh sollte immer ein gutes Konzept vorausgehen, denn das spart dir später Arbeit im Schnitt. Mach dir Notizen und schreib ein Drehbuch. Das mag sich als Anfänger*in zunächst ungewohnt anfühlen, aber keine Sorge: Du kannst nichts falsch machen. Am wichtigsten ist es, dir über deine Ideen klar zu werden, bevor du loslegst.
Erstelle dazu ein Storyboard, ganz so, wie du dich damit wohlfühlst. Das kann gezeichnet sein, in Tabellenform oder als Textdokument Zeile für Zeile heruntergeschrieben. Wer das Thema vertiefen will, findet eine ausführliche Anleitung dazu, wie du ein Storyboard online erstellst.
Betrachte deinen Film als eine Geschichte mit Einleitung, einzelnen Kapiteln und einem runden Ende. Hilft dir dabei, vorab über die Filmart nachzudenken: Wird es ein Erklärfilm, ein Interview, ein Tutorial oder ein Event-Film? Jede Filmart hat ihre eigene Struktur, und wenn du weißt, welche du drehen willst, fällt die Konzeption deutlich leichter. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die gängigen Filmarten findest du außerdem hier.
Schritt 2 – Das richtige Equipment zum Filmen lernen
Die technische Entwicklung bei Kameras und Zubehör hat in den letzten Jahren eine enorme Geschwindigkeit erreicht. Kameras, die vor wenigen Jahren Profis vorbehalten waren, sind erschwinglich geworden. Hinzu kommt: Smartphones verfügen inzwischen über Kameras, die für Online-Content professionellen Geräten kaum nachstehen. Für YouTube, Social Media und interne Kommunikation brauchst du im Grunde nur ein Smartphone mit guter Kamera sowie ein Ansteck-Mikrofon. Wer das vertiefen möchte, findet hier Tipps für professionelle Videos mit dem Smartphone.
Möchtest du die Qualität deiner Filme noch erhöhen, empfiehlt sich ein Stativ für wackelfreie Aufnahmen oder ein Gimbal (Stabilisator) für fließende Bewegungen. Ein Stativ ist die günstigere Variante und reicht für Interviews, Tutorials und feste Einstellungen. Ein Gimbal lohnt sich, sobald du dich beim Filmen bewegst, etwa bei Walk-and-Talks oder Event-Begleitung, und gibt deinen Videos ein Sofort-Upgrade für professionelle Qualität.
Hier sind einmal drei Setups, je nach Budget und Anspruch:
| Setup-Stufe | Komponenten | Wofür geeignet |
|---|---|---|
| Minimal-Setup | Smartphone mit guter Kamera, Ansteck-Mikrofon (Lavalier) | Social Media, YouTube, interne Kommunikation |
| Komfort-Setup | Smartphone, Ansteck-Mikrofon, Stativ oder Gimbal | Regelmäßiger Content, stabile Aufnahmen |
| Profi-nah | Systemkamera, externes Mikrofon (Richtrohr), Stativ, ggf. Gimbal | Imagefilme, professionellere Produktionen |
Die Faustregel: Starte mit dem Minimal-Setup, investiere zuerst in ein Ansteck-Mikrofon und erweitere erst, wenn du merkst, dass du an technische Grenzen stößt. Die meisten Anfänger*innen kaufen zu viel Equipment, bevor sie das vorhandene richtig nutzen können – und dann haben sich die Video-Trends wieder verändert.
Schritt 3 – Kameraeinstellungen: Automatik als Start, Manuell als Ziel
Als Einsteiger*in darfst du getrost auf den Automatik-Modus deiner Kamera vertrauen. Denn dieser Modus ist so konzipiert, dass er fast alles von alleine richtig einstellt. Blende, Belichtung, ISO-Wert, Fokus: All diese Parameter, die sich auf deinen Film auswirken, kann der Automatik-Modus zunächst für dich übernehmen. So kannst du dich auf die Motive, die Story und das Filmen selbst konzentrieren.
Andere Expert*innen werden jetzt aufschreien, aber es ist keine Sünde, am Anfang im Automatik-Modus zu filmen. Mit der Zeit kommt die Übung, und du wirst mit deutlich mehr Routine an die Sache herangehen.
Trotzdem: Wenn du den qualitativen Unterschied umsetzen willst, führt kein Weg an den manuellen Einstellungen vorbei. Und die sind gar nicht so kompliziert, wie sie klingen.
Um etwas Klarheit in die Begriffe zu bringen, findest du hier einmal ihre Eckdaten.
| Parameter | Was er bewirkt | Anfänger*innen-Empfehlung |
|---|---|---|
| Blende (f-Stop) | Steuert Lichtmenge und Schärfentiefe – niedrige Zahl (z. B. f/2.8) = mehr Licht, unscharfer Hintergrund (Bokeh); hohe Zahl (z. B. f/8) = mehr Schärfe im gesamten Bild | f/2.8 – f/5.6 für helles Bild mit schönem Bokeh (ästhethische Hintergrund-Unschärfe) |
| ISO | Lichtempfindlichkeit des Sensors – hohes ISO macht das Bild heller, bringt aber Bildrauschen | So niedrig wie möglich (ISO 100 – 400); bei wenig Licht max. ISO 1600 |
| Belichtungszeit (Verschlusszeit) | Bestimmt Bewegungsunschärfe – kurze Zeit = scharfe Bewegung, lange Zeit = Wischeffekte | 180-Grad-Regel anwenden (siehe unten) |
| Weißabgleich | Korrigiert die Farbtemperatur des Lichts – verhindert blaue oder orangefarbene Töne | Manuell auf Lichtquelle einstellen oder „Bewölkt“ für natürlich warme Töne |
| Bildrate (Framerate) | Bestimmt Flüssigkeit und Filmlook – mehr fps = flüssigere Bewegung | 25 fps (EU-Standard) für normalen Look; 50/60 fps, wenn du Slow-Motion brauchst |
Die 180-Grad-Shutter-Regel – der häufigste Anfänger*innen-Fehler
Diese Regel klingt kompliziert, ist aber simpel: Deine Verschlusszeit sollte ungefähr der doppelten Framerate entsprechen. Die Formel: Verschlusszeit = 1/(2 × Framerate). Filmst du mit 25 fps, stellst du die Verschlusszeit auf 1/50s. Bei 50 fps auf 1/100s. Das erzeugt eine natürliche Bewegungsunschärfe, wie du sie aus dem Kino kennst. Weichst du stark davon ab, wirkt das Bild entweder ruckelig (zu kurze Verschlusszeit) oder verwaschen (zu lange Verschlusszeit).

Schritt 4 – Bildgestaltung: Motive, Bildausschnitt und Einstellungsgrößen
Bei der Konzeption hast du dir überlegt, welche Geschichte du erzählen möchtest. Jetzt gilt es, dafür die passenden Bilder zu finden. Und hier entscheidet sich, ob dein Film aussieht wie ein schnell abgefilmter Schnappschuss oder wie ein durchdachtes Video.
Mach dich mit der Drittelregel vertraut: Teile dein Bild gedanklich in neun gleiche Felder (drei Spalten, drei Zeilen). Platziere dein Hauptmotiv auf einem der vier Schnittpunkte – das wirkt sofort spannender als eine zentrierte Aufnahme. Die meisten Kameras und Smartphones bieten ein Raster als Einblendung an. Aktivieren und nutzen. Der Goldene Schnitt funktioniert nach dem gleichen Prinzip, nur etwas asymmetrischer.
Einstellungsgrößen – der stille Erzähler
Wie nah du an dein Motiv herangehst, verändert die gesamte Wirkung einer Szene. Hier die fünf wichtigsten Einstellungsgrößen:
- Totale – Zeigt den gesamten Schauplatz. Nutze sie als Eröffnungsbild, um den Ort einzuführen.
- Halbtotale – Zeigt eine Person von Kopf bis Fuß. Gut für Handlungen und Bewegungen.
- Amerikanische Einstellung – Schneidet die Person etwa auf Oberschenkelhöhe ab. Klassisch für Dialoge.
- Nahaufnahme – Zeigt den Kopf und die Schultern. Der Standard für Interviews und Moderationen.
- Detailaufnahme – Zeigt ein einzelnes Detail: Hände, Augen, ein Produkt. Erzeugt Intimität und Aufmerksamkeit.
Kameraperspektiven
Neben der Einstellungsgröße beeinflusst auch der Kamerawinkel die Wirkung:
- Augenhöhe – Normalansicht, wirkt neutral und vertraut.
- Froschperspektive – Kamera schaut von unten nach oben. Lässt Motive imposant wirken.
- Vogelperspektive – Kamera schaut von oben herab. Wirkt überblickend, teils distanzierend.
Praxis-Tipp: Probiere an einem einzigen Drehtag alle Einstellungsgrößen einmal durch. So entwickelst du ein Gefühl für die Bildsprache schneller als durch jede Theorie.
Schritt 5 – Moderation im On und Off
Du solltest dir vorab überlegen, ob dein Film um eine Moderation ergänzt werden soll. Hierfür gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Bei der Moderation im On sieht man dich, während du sprichst. Bei der Moderation im Off hört man nur deine Stimme über anderen Bildern, die nicht dich zeigen. Die Moderation im Off kannst du auch noch später im Schnitt einsprechen und hast dabei meist nicht mit den üblichen Sound-Problemen zu kämpfen, die in der Großstadt oder windigen Umgebungen auftreten können.
Für beide Moderationen gilt: Überlege dir vorher gut, was genau du sagen möchtest. Mache dir auf jeden Fall Stichpunkte oder schreibe dir den ganzen Text Wort für Wort auf. Wärme deine Stimme auf, sprich klar, langsam und deutlich. Das Sprechen vor der Kamera ist für viele schwerer als gedacht, sei geduldig mit dir selbst und gebe dir vor allem genug Zeit zum Einsprechen. Hör dir danach auf jeden Fall das Ergebnis an und sei kritisch zu dir selbst. Achte dabei auch auf störende Hintergrundgeräusche.
Schritt 6 – Licht und Ton: Die unterschätzten 50 %
Schlechter Ton zerstört jedes noch so gute Bild. Ein körniges Video mit kristallklarem Audio wirkt professioneller als ein 4K-Bild mit dumpfem, halligem Ton. Deshalb lohnt es sich, hier kurz innezuhalten.
Licht – kostenlos und wirkungsvoll
Deine beste Lichtquelle kostet nichts: ein Fenster. Stelle dich beim Filmen so, dass das Tageslicht von vorne oder leicht seitlich auf dein Motiv fällt, nie von hinten, sonst wirst du zur Silhouette. Für Aufnahmen am Schreibtisch oder im Homeoffice reicht das oft völlig aus.
Wer es eine Stufe professioneller will, orientiert sich an der 3-Punkt-Idee: Ein Hauptlicht von vorne (z. B. das Fenster), ein schwächeres Fülllicht von der Seite (eine Schreibtischlampe reicht), und optional ein Hintergrundlicht, das etwas Tiefe im Bild erzeugt. Kein Muss, aber ein spürbarer Unterschied.
Ton – der eigentliche Qualitätshebel
Investiere lieber 50 Euro in ein Ansteck-Mikrofon als 500 Euro in eine bessere Kamera. Ein Lavalier-Mikrofon (Ansteck-Mikro) liefert sauberen, nahen Ton und ist ideal für Interviews und Moderationen. Ein Richtrohr-Mikrofon fängt gezielt Ton aus einer Richtung ein und eignet sich für Drehsituationen, in denen das Mikro nicht im Bild sein soll.
Vor dem Dreh: Raum vorhören. Fenster schließen, Klimaanlage ausschalten, Kühlschrank abstellen.

Schritt 7 – Videoschnitt: Vom Rohmaterial zum fertigen Film
Egal ob du für YouTube filmen lernst oder dein Film in der Unternehmenskommunikation eingesetzt wird: die eigentliche Arbeit beginnt nach dem Dreh. Der Schnitt entscheidet immer.
Auch wenn ein Schnittprogramm für Anfänger*innen zunächst einschüchternd wirken kann, bedarf es nur ein wenig Konzentration und Übung, um die wichtigsten Funktionen zu erlernen. Profis verwenden nie alle Funktionen gleichzeitig, du brauchst das also erst recht nicht.
Welches Schnittprogramm das richtige ist, hängt davon ab, worauf du schneidest – grob lässt es sich so sortieren:
| Tool | Kostenlos? | Plattform | Am besten für |
|---|---|---|---|
| CapCut | Freemium (Basis kostenlos, Pro mit Abo) | iOS, Android, Desktop | Social Media, TikTok, Reels – schnelle mobile Schnitte |
| DaVinci Resolve | Ja, komplett kostenlos – kein Wasserzeichen, keine Zeitbegrenzung | Windows, Mac, Linux | Einsteiger*innen mit Ambitionen; bestes Color Grading |
| iMovie | Ja, kostenlos | macOS, iOS | Apple-Nutzer*innen für den ersten Schnitt |
| Shotcut | Ja, Open Source | Windows, Mac, Linux | Einstieg ohne Kosten, Desktop-basiert |
| Filmora | Nein (Abo oder Einmalkauf) | Windows, Mac | Sehr einsteigerfreundlich, viele Vorlagen |
| Adobe Premiere Pro | Nein (Abo) | Windows, Mac | Professioneller Standard; im Kurs verwendet |
Meine Empfehlung für den Anfang: DaVinci Resolve ist 100 % kostenlos und unterstützt Schnitt, Color Grading, visuelle Effekte und Audio-Postproduktion bis Ultra HD. Für schnelle Social-Media-Clips auf dem Smartphone ist CapCut die pragmatische Wahl, wobei CapCut inzwischen auf ein Freemium-Modell setzt und einige Funktionen wie wasserzeichenfreie Exporte ein Pro-Abo erfordern.
Der Grundworkflow – so sieht ein typischer Schnitt aus:
- Rohschnitt – Alle guten Takes auswählen und auf die Timeline legen.
- Feinschnitt – Rhythmus und Timing optimieren, Längen kürzen, B-Roll einsetzen.
- Ton und Musik – Audio anpassen, Hintergrundmusik hinzufügen, Lautstärken angleichen.
- Titel und Bauchbinden – Text-Overlays für Namen, Orte oder Kapitel einblenden.
- Color Grading – Farbkorrektur und Look festlegen (in DaVinci Resolve besonders stark).
- Export – Fertige Datei in der richtigen Auflösung und im passenden Format ausgeben.
Im meinem Smartphone-Videokurs zeige ich dir alle Schnittschritte in ca. 50 Video-Tutorials Schritt für Schritt mit Bildschirmaufnahmen, sowohl auf dem Desktop als auch dem Smartphone.
Schritt 8 – Distribution: Den fertigen Film veröffentlichen
Ein Film ist nicht viel wert, wenn er von niemandem gesehen wird. Deshalb gehört die Veröffentlichung genauso zum Filmen lernen wie der Dreh selbst.
Export-Einstellungen
Exportiere dein Video als MP4 (H.264 oder H.265). Als Auflösung mindestens 1080p (Full HD), besser 4K, wenn dein Ausgangsmaterial das hergibt. Die meisten Schnittprogramme bieten Plattform-spezifische Export-Vorlagen an, nutze diese.
Plattform-spezifische Punkte
- YouTube – Titel, Beschreibung und Tags sorgfältig ausfüllen. Ein gutes Thumbnail entscheidet über die Klickrate mehr als das Video selbst.
- Instagram / TikTok – 9:16-Hochformat ist Pflicht. Untertitel einbauen, denn die Mehrheit schaut Reels und TikToks ohne Ton.
- Interne Kommunikation – WeTransfer oder Vimeo (mit Passwortschutz) für den schnellen, unkomplizierten Versand.
Untertitel als SEO-Helfer
Untertitel sind mehr als Barrierefreiheit. Auf YouTube werden Videos mit Untertiteln besser indexiert und tauchen häufiger in der Suche auf. CapCut und Premiere Pro bieten automatische Untertitelgenerierung an. Nachbearbeiten solltest du die trotzdem immer.

Filmen lernen – und wann es sinnvoll ist abzugeben
Nicht jedes Video musst du selbst drehen. Es gibt drei Situationen, in denen der Griff zum Profi sinnvoll ist:
- Keine Zeit für regelmäßige Produktion – Du weißt, wie es geht, aber dein Kalender sagt nein. Dann ist Outsourcen kein Eingeständnis, sondern garantiert die nötige Effizienz.
- Professioneller Imagefilm gewünscht – Für die Startseite, den Messeauftritt oder den Investoren-Pitch. Hier machen Erfahrung, Equipment und Postproduktion den Unterschied.
- Kein Vertrauen in die eigene Kamera – Manche Projekte sind zu wichtig für Experimente. Dann lieber abgeben.
Hill Productions hat seit 2015 über 600 Film- und Podcast-Projekte umgesetzt – von Social-Media-Clips bis zum Imagefilm. Eine Erstberatung bei mir ist unverbindlich, ein Angebot kommt am nächsten Tag: moin@hill-productions.de. Wer lieber strukturiert und mit persönlichem Feedback lernen möchte, kann hier einen Workshop in Präsenz anfragen.
Fazit: Dein nächster Schritt
Mit acht Schritten vom Konzept zur Veröffentlichung: alles, was du brauchst, ist ein klares Konzept, solides Equipment und die Bereitschaft zum Üben.
Drei konkrete nächste Schritte, die du heute noch umsetzen kannst:
- Drehbuch schreiben – Nimm dir ein konkretes Videoprojekt vor (z. B. ein 60-Sekunden-Erklärvideo für dein Produkt) und schreibe Stichpunkte oder ein Miniskript.
- Manuell ausprobieren – Stelle deine Kamera oder dein Smartphone auf den manuellen Modus um. Spiele mit ISO und Weißabgleich. Mach bewusst „falsche“ Einstellungen, damit du siehst, was passiert.
- Ersten Rohschnitt machen – Lade DaVinci Resolve herunter und schneide ein erstes Kurzvideo. Es muss nicht perfekt sein – es muss nur fertig werden.
Filmen lernen ist kein Projekt mit Enddatum. Es ist ein Handwerk, das mit jedem Video besser wird. Wer das Filmen lernen strukturiert angehen will, findet im vollständigen Kurs mit ca. 50 Video-Tutorials alles von der Konzeption bis zur Veröffentlichung – Schritt für Schritt, praxisnah und mit echten Beispielen aus Produktionen!
FAQ
Wie fange ich am besten an, Filmen zu lernen?
Starte direkt mit einem konkreten kleinen Projekt – zum Beispiel einem 60-Sekunden-Video mit deinem Smartphone. Theorie folgt der Praxis: Dreh erst, dann analysiere, was funktioniert hat und was nicht. So lernst du schneller, als wenn du wochenlang Tutorials schaust, ohne selbst auf Aufnahme zu drücken.
Welches Equipment brauche ich zum Filmen als Anfänger*in?
Ein Smartphone mit guter Kamera und ein Ansteck-Mikrofon (Lavalier) sind dein Minimal-Setup. Das reicht für YouTube, Social Media und interne Videos. In der Equipment-Tabelle in Schritt 2 findest du drei Setups von minimal bis profi-nah – starte mit dem kleinsten und erweitere erst, wenn du an Grenzen stößt.
Smartphone oder Kamera – womit sollte ich starten?
Für Online-Content (YouTube, Instagram, TikTok, interne Kommunikation) ist ein modernes Smartphone vollwertig. Eine dedizierte Kamera lohnt sich erst, wenn dein Handwerk sitzt und du gezielt mit Schärfentiefe, Wechselobjektiven oder Low-Light-Situationen arbeiten willst. Starte mit dem, was du hast.
Welche Kameraeinstellungen sind zum Filmen wichtig?
Die fünf wichtigsten Parameter sind Blende, ISO, Belichtungszeit (Verschlusszeit), Weißabgleich und Bildrate (Framerate). Alle fünf findest du mit Empfehlungen in der Kameraeinstellungen-Tabelle in Schritt 3. Am Anfang reicht der Automatik-Modus – manuelles Einstellen kommt mit Übung.
Was ist die 180-Grad-Shutter-Regel?
Die Regel besagt: Deine Verschlusszeit sollte dem Doppelten deiner Framerate entsprechen. Die Formel: 1/(2 × Framerate). Bei 25 fps stellst du also 1/50s ein, bei 50 fps 1/100s. Das erzeugt eine natürliche, cinematische Bewegungsunschärfe.
Welches Schnittprogramm ist für Anfänger*innen am besten (und kostenlos)?
Für den Desktop ist DaVinci Resolve die stärkste kostenlose Option – mit professionellem Schnitt, Color Grading und Audio-Tools ohne Wasserzeichen. Für schnelle Schnitte auf dem Smartphone eignet sich CapCut (Basisversion kostenlos). In der Schnittprogramm-Tabelle in Schritt 6 findest du sechs Tools im Vergleich.
Wie lange dauert es, Filmen zu lernen?
Erste brauchbare Ergebnisse erzielst du nach wenigen Tagen bewusster Übung. Solides Handwerk – stabiles Bild, sauberer Ton, flüssiger Schnitt – entwickelt sich nach zwei bis drei Monaten regelmäßiger Praxis. Filmen lernen ist kein Sprint, sondern ein Handwerk, das mit jedem Projekt besser wird.
Kann man Filmen ohne Kurs autodidaktisch lernen?
Ja – viele gute Videograf*innen sind Autodidakt*innen. YouTube-Tutorials und Praxiserfahrung bringen dich weit. Ein strukturierter Kurs spart dir allerdings Monate an Trial-and-Error, weil du nicht jeden Fehler selbst machen musst. Der Smartphone-Videokurs von Hill Productions deckt den kompletten Workflow in ca. 50 Video-Tutorials ab.
Wie filme ich, ohne dass das Bild wackelt?
Drei Sofort-Maßnahmen: Erstens, Stativ oder Gimbal nutzen – schon ein günstiges Smartphone-Stativ macht einen enormen Unterschied. Zweitens, beim freihändigen Filmen beide Ellbogen am Körper anlegen und das Smartphone mit beiden Händen halten. Drittens, die digitale Bildstabilisierung im Kamera-Menü aktivieren.
Brauche ich für ein einfaches Video wirklich ein Drehbuch?
Ja – wobei „Drehbuch“ nicht „Hollywood-Skript“ bedeuten muss. Schon eine einfache Stichpunktliste mit den drei bis fünf Kernaussagen deines Videos reicht. Das spart dir erheblich Zeit im Schnitt, gibt deinem Film einen roten Faden und verhindert, dass du am Set vergisst, was du eigentlich sagen wolltest.

Ben
Super Tipps. Besten Dank. Filme morgen mal
auf dem Geburtstag meiner Cousine.
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Falkay
Danke für diese tollen Tipps. Die meisten kenn ich schon, weil ich schon länger Erfahrung im Filmen lernen habe und das auch schon professionell. Aber diese Schritte sind für Anfänger meiner Meinung nach sehr gut zusammengefasst. Starke Leistung. Wenn es jemanden von euch interessiert, wie ihr schnell ein professioneller Filmemacher werden wollt, könnt ihr euch mal hier sehr gerne einen Überblick über die „Video Academy verschaffen“ https://bit.ly/3b3Nyhk
Diese Academy hat mir geholfen ein absoluter solider Filmemacher zu werden:) Dennoch wünsche ich euch viel Spaß bei Filme produzieren und viel Erfolg!